Decapeptyl Gyn

 

Hersteller: FERRING Arzneimittel GmbH

Wirkstoff: Triptorelin

Anwendungsgebiete: Bei symptomatischem Uterus myomatosus, wenn eine Unterdrückung der ovariellen Hormonbildung angezeigt ist, als präoperative Maßnahme zur Verkleinerung einzelner Myome bei vorgesehener Myomenukleation oder Hysterektomie. Symptomatische, laparoskopisch gesicherte Endometriose, wenn eine Unterdrückung der ovariellen Hormonbildung angezeigt ist, sofern die Erkrankung nicht primär einer chirurgischen Therapie bedarf. Bei assistierender Fertilitätstherapie zur Verhinderung vorzeitiger LH-Anstiege.

Nebenwirkungen: Nach kurzfristigem Anstieg des Serumöstradiols sinken die Östrogenplasmaspiegel auf menopausale Werte ab. Daher können die gleichen Symptome wie in der Postmenopause auftreten: Am häufigsten sind Hitzewallungen mit Schweißausbrüchen, trockene Vagina u./o. Schmerzen beim Koitus; außerdem Gewichtszunahme, Abnahme der Libido, manchmal Schmierblutungen während der üblicherweise ausbleibenden Menstruation. Bei Behandlungsbeginn kann es zu einer Entzugsblutung kommen. Im allgemeinen setzt die Regelblutung etwa 3 Monate nach der letzten Injektion wieder ein, in einigen Fällen kann es auch länger dauern. Wegen der niedrigen Östrogenwerte kann es nach mehrmonatiger Behandlung zu einer Abnahme der Knochendichte kommen. Diese Veränderung kann sich nach Beendigung der Behandlung weitgehend zurückbilden. Außerdem können auftreten: Häufiger Kopfschmerzen, Schlafstörungen, depressive Verstimmung, Müdigkeit und Reizbarkeit, selten geringfügiger Anstieg des Serumcholesterins, Übelkeit, vereinzelt Enzymerhöhungen (LDH, GT, SGOT, SGPT), Parästhesien, Sehstörungen, Rückenschmerzen. Bei der Fertilitätstherapie dauern die Symptome nur einige Tage an, da nachfolgend Gonadotropine verabreicht werden, die die unerwünschten NW wieder aufheben. In Einzelfällen sind Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Juckreiz, Exanthem, Fieber, Anaphylaxie) möglich. Selten vorübergehend Schmerzen an der Injektionsstelle möglich. Überempfindlichkeitsreaktionen auch nach Verabreichung von Dextran. Fertilitätsbehandlung mit G-RH-Analoga kann zu ovarieller Hyperstimulation führen. D. h. engmaschige Kontrolle von Follikelwachstum und Lutealphase durch Ultraschall. Über Mehrlingsschwangerschaften ist berichtet worden.