Enantone Gyn

 

Hersteller: TAKEDA PHARMA GmbH

Wirkstoff: Leuprorelin

Anwendungsgebiete: Symptomatische, laparoskopisch gesicherte Endometriose, wenn eine Unterdrückung der ovariellen Hormonbildung angezeigt ist, sofern die Erkrankung nicht primär einer chirurgischen Therapie bedarf. Symptomatischer Uterus myomatosus, wenn eine Unterdrückung der ovariellen Hormonbildung angezeigt ist, als präoperative Maßnahme zur Volumenreduktion einzelner Myome bei vorgesehener Myomenukleation oder Hysterektomie. Präoperative Endometriumabflachung vor geplanten operativen, hysteroskopischen Eingriffen, z. B. Endometriumablation od. Resektion. Mammakarzinom prä- u. perimenopausaler Frauen, sofern eine endokrine Behandlung angezeigt ist.

Nebenwirkungen: In der Initialphase der Therapie kommt es zu einem kurzfristigen Anstieg des Serumöstradiols mit nachfolgendem Abfall auf Werte, wie sie in der Postmenopause vorliegen. Durch diesen kurzfristigen Anstieg des Serumöstradiols kann es zum Auftreten von Ovarialzysten kommen. In den meisten Fällen kommt es in den ersten Wochen der Behandlung zu einer Blutung und nachfolgend zu einer Amenorrhoe. Gelegentlich treten Zwischenblutungen auf. Bei Patientinnen mit Mammakarzinom kann es zu Therapiebeginn gelegentlich zu einer vorübergehenden Verstärkung bestimmter Krankheitszeichen (z. B. Knochenschmerzen, Laborwertveränderungen) kommen, die symptomatisch behandelt werden können. Aufgrund des Entzugs der Geschlechtshormone: Häufig Schwitzen, Stimmungsschwankungen, depressive Verstimmung od. ggf. Verstärkung einer vorbestehenden Symptomatik, Schmierblutungen, Veränderung/Abnahme der Libido, trockene Vagina, Größenab- oder -zunahme der Brust und Kopfschmerz. Gelegentlich Übelkeit/Erbrechen, Müdigkeit, Benommenheit, Juckreiz, Rückenschmerzen, Appetitverminderung, Muskelschwäche, Lymphödem/Ödeme, Veränderung der Kopf- oder Körperbehaarung (Abnahme/Zunahme), Vaginitis, Ausfluss, Akne und trockene Haut. Des weiteren können Rötungen oder Lokalreaktionen an der Einstichstelle auftreten, die sich i. d. R. auch bei fortgesetzter Behandlung zurückbilden. Selten migräneartige Kopfschmerzen, Gedächtnisstörungen, Nervosität, Schwindel, Gewichtszu- oder -abnahme, Diarrhoe, Verstopfung, abdominelle Beschwerden, Parästhesien/Taubheitsgefühl, Sehstörungen, Herzklopfen, Kreislaufschwäche, Atembeschwerden und Schwächegefühl. In Einzelfällen Glieder-, Gelenk-, Brustkorb- od. Muskelschmerzen, Blutdruckerhöhung bzw. -senkung sowie allgemein allergische Reaktionen (Fieber, Hautausschlag). Laborwertveränderungen: Anstieg des Serumcholesterins sowie Anstieg v. LDH, AP, ALT (SGPT), AST (SGOT), gamma-GT möglich.