Hormone
Hormone sind Botenstoffe des Körpers. Sie übermitteln die Botschaft der Drüsen auf dem Blutweg an die Organe, die auf die jeweiligen Hormone ansprechen. Wichtige Bildungszentren der Hormone sind:
Hypophyse
Hypothalamus
Nebennierenrinde
Schilddrüse
Geschlechtsdrüsen
Im folgenden haben wir einige Hormone aufgeführt, die in Verbindung mit Kinderwunsch und Schwangerschaft eine Rolle spielen.
FSH (Follikelstimulierendes Hormon): es wird im Hypophysenvorderlappen gebildet. FSH fördert bei den Männern die Samenbildung in den Samenkanälen der Hoden. Bei den Frauen regt es das Wachstum eines Follikels an (selten von zwei oder mehreren). Voraussetzung ist, dass das Ei in dem betroffenen Follikel seine endgültige Größe erreicht und die erste Reifeteilung stattgefunden hat.
GnRH (Gonadotropin Releasing Hormon): bewirkt die Freisetzung von Gonadotropin.
Gonadotropin (FSH + LH): bei hoher Gonadotropinkonzentration könne auch zwei oder mehrere Follikelsprünge gleichzeitig stattfinden.
hCG (human Chorionic Gonadotropin):
es wird in den Zellen (Chorion) des Embryos gebildet. Es hält den Gelbkörper
und seine Hormonproduktion solange aufrecht, bis die Plazenta die Progesteron-
und Östrogenbildung übernehmen kann.
Der hCG-Nachweis im Urin oder Blut ist der beste Schwangerschaftstest.
LH (Luteotropes Hormon/ Lutenisierendes Hormon): es wird im Hypophysenvorderlappen gebildet. Bei den Männern regt es die "interstitiellen Leydigschen Zellen" zur Testosteronbildung an, welches die Samenreifung fördert. Bei Frauen löst es die Follikelreifung und den Eisprung aus, außerdem ist es verantwortlich für die Bildung von Progesteron.
LTH (Luteotropes Hormon/ Laktotropes Hormon): beeinflusst die Milchdrüsen
Östrogen: es wird in den Eierstöcken gebildet. Es regelt die Steigerung der FSH- und LH-Sekretion sowie die Hemmung von GnRH (Gonadotropin Releasing Hormon).
Progesteron (Gelbkörperhormon): Es führt zu einer Verdickung der Gebärmutterschleimhaut zur Vorbereitung auf einen mögliche Schwangerschaft.
Testosteron: es wird in den
Zwischenzellen der Hoden gebildet.
Wirkung: - Geschlechtsdifferenzierung in
der Embryonalzeit
- Geschlechtsreifung in der
Pubertät
- Einfluss auf das Wachstum
- Samenbildung
- Ausbildung der Geschlechtsmerkmale
Ein Testosteronmangel führt zu einer Störung der Samenbildung bis hin zur
evtl. Unfruchtbarkeit.