Wer sind wir eigentlich ???

So, wie viele andere sind wir Betroffene der Deutschen Gesetzgebung. Wir hätten gerne ein Kind, können es aber nicht auf den in Deutschland legalen Wegen schaffen.

Wir haben es jetzt schon seit 5,5 Jahren erfolglos probiert. Wir, das sind meine Frau Ines (43 Jahre) und ich Christoph (32 Jahre). 

Das Problem ist, dass die Eierstöcke nicht mehr richtig reagieren. Deshalb haben wir das volle Programm durch. Angefangen haben wir mit der Stimulation der Eierstöcke und täglicher  Temperaturmessung. Das hat leider nicht funktioniert. Also eigentlich doch einmal, aber das Kind hat Ines in der 7.SSW leider verloren. Also ging es dann weiter mit Insemination, aber das war leider auch ein Fehlschlag. Da Ines schon  über 40 Jahre war, konnten wir auch nicht so einfach IVF machen. Daher mussten wir erst mal einen Antrag auf Kostenübernahme bei der Krankenkasse stellen. Diese hat den Antrag an den medizinischen Dienst der Krankenkassen weitergeleitet. Dieser hat dann jede Menge Unterlagen von unseren Frauenärzten angefordert und Ines  musste noch einige Untersuchungen über sich ergehen lassen. Zum Glück hatten wir bei der Krankenkasse eine sehr verständnisvolle Sachbearbeiterin sitzen, die uns in der Zeit viel unterstützt hat. Dann kam endlich die erlösende Nachricht, die Krankenkasse übernimmt 2 IVF-Versuche. Also zumindest erst mal ein bisschen aufatmen. Dann ging der Stimulationszyklus los. Leider wurde er jedoch mehrmals abgebrochen, da immer nur eine oder zwei Follikel gereift sind. Irgendwann haben wir uns dann entschieden, die Punktion doch machen zu lassen, bei einem Follikel. Das Ergebnis war leider negativ, leer.

Daraufhin sagte der Arzt zu uns, dass es keinen Sinn hat, wir müssten aufhören. Da haben wir uns dann nach einer anderen Praxis umgeschaut. Gelandet sind wir diesmal in Essen. Das Vorgespräch war nicht ganz so prickelnd, dafür die Hoffnungen umso größer. Also mal wieder spritzen. Im 1. Zyklus musste Ines 20 Tage lang 3 Ampullen Gonal F spritzen, Ergebnis 1 Follikel, also mal wieder abbrechen, dann im nächsten Monat gab es nur Tabletten, jeden Tag Clomid. Aber auch hier nichts zu holen. Bei einem Telefongespräch mit der Ärztin sagte uns diese, dass es keinen Sinn mehr hat und wir aufhören müssten, sie würden nichts mehr machen. Sie sendet uns Unterlagen über Adoption zu.

Da wir aber unbedingt ein Kind, unser Kind, haben wollen, schrieben wir Ärzte in Deutschland an. Entschieden haben wir uns dann für eine IVF-Praxis in Göttingen. Hier machte uns man eigentlich noch mehr Hoffnung, darauf haben wir vertraut. Jetzt ging wieder alles von vorne los, erst mal spritzen, dann Ultraschall, dann wieder spritzen, dann die Ernüchterung wieder Abbruch und die Aussage es hat keinen Sinn, wir müssen aufhören.

Da steht man dann erst mal vor einem Trümmerhaufen, wie geht es weiter. Gibt man auf, macht man woanders weiter, was kann man noch machen. Wir haben uns dann sehr schnell für die Eizellspende entschlossen.

Da wir festgestellt haben, wie schwer es ist, Informationen über die Eizellspende zu bekommen, haben wir uns entschlossen, eine Website über unsere Erfahrungen zu erstellen. In nächster Zeit wollen wir hier noch andere Kliniken vorstellen, die Eizellspenden durchführen.

Wir haben wegen Eizellspende 85 Kliniken angeschrieben, die Resonanz war leider nicht so toll. Dann haben wir uns für 3 Kliniken entschieden. Folgend die Erfahrungsberichte der Vorgespräche in den einzelnen Kliniken.

 

Transferbericht

Am Sonntag, den 04.02.2001 war es endlich soweit, mit gemischten Gefühlen haben wir die Reise nach Brünn angetreten, um den Transfer durchführen zu lassen. Nach knapp 8 Stunden Fahrt hatten wir Brünn dann endlich erreicht. Dr. Bourek war auch sofort für uns da und führte den Ultraschall durch. Da gab es die erste Ernüchterung, Ines Schleimhaut war nur 6 Millimeter, daher musste Ines eine Progesteron-Spritze bekommen. Er teilte uns mit, dass sich unsere 3 Embryos schon geteilt hatten, wir sollten dann am Dienstag den Transfer durchführen lassen, wenn sich die Embryos weiterteilen sollten. Nun hatten wir zwei Tage Hoffen und Bangen vor uns. Wir versuchten uns so gut es ging abzulenken, was jedoch nicht immer so einfach war. Wir haben uns immer wieder gesagt, dass alles gut geht und hatten auch die innere Einstellung dazu. Am Dienstag abend um 18.00 Uhr war es dann soweit. Dr. Bourek machte nochmals ein Ultraschall von Ines Schleimhaut, sie war jetzt schon 7 Millimeter, alles war klar für den Transfer. Er wollte noch von uns wissen, wie viel der Embryos wir transferieren lassen wollten. Wir entschlossen uns, alle drei transferieren zu lassen. Als erstes mussten wir uns OP-Kittel anziehen, dann durften wir unsere drei kleinen Embryos sehen. Das war ein wahnsinniges Erlebnis, einfach überwältigend. Dann wurde Ines auf den Transfer von Dr. Bourek vorbereitet, als er damit fertig war, führte er den Transfer durch, insgesamt hat das ganze ca. 20 min. gedauert. Ines hatte absolut keine Schmerzen, das war sehr entspannend für sie. Anschließend musste Ines noch 2 Stunden auf dem Bauch liegen. Das ist deshalb wichtig, damit die transferierten Embryos nicht wieder aus der Gebärmutter rutschen, erklärte uns Dr. Bourek. Dr. Bourek gab uns noch Utragestan für die 4 Wochen mit, Ines muss davon jeden Tag 3 Tabletten einnehmen. Am 18.02.2001 kommt dann für uns die Stunde der Wahrheit, da muss Ines dann den Schwangerschaftstest machen (den hat uns übrigens auch Dr. Bourek mitgegeben). Am Mittwoch haben wir dann noch den ganzen Tag gefaulenzt und sind dann am Donnerstag morgen nach Hause gefahren. Wir haben so eine positive Einstellung, dass muss einfach geklappt haben, wir sind uns absolut sicher, dass es geklappt hat und Ines schwanger ist.

Schwangerschaftstest

Eigentlich hätten wir am 18.02.2001 unseren Schwangerschaftstest machen sollen, aber da Chris arbeiten musste, wollten wir den Test am Montag machen. Tja, aber Ines hat leider am Sonntag abend angefangen zu bluten. Was machen wir nun, guter Rat ist hier teuer. Wir haben versucht Dr. Bourek zu erreichen, aber irgendwie kamen wir nicht durch, die Leitungen waren ständig besetzt. Also haben wir versucht unseren Hausarzt zu erreichen, doch der lag krank im Bett. Er hat sich trotzdem aufgerafft und uns angerufen (Danke Walter !!!). ER meinte, dass das möglich ist, dass trotz einer Schwangerschaft eine Blutung einsetzt. Wir sollten die Utrogestan-Dosis auf 3 x 2 erhöhen. Das hat Ines dann auch gemacht und es war wie ein Wunder, die Blutung hat aufgehört. Ines wollte den Test eigentlich erst machen, wenn ich wieder zuhause bin, aber sie konnte nicht darauf warten und machte den Test am Montag morgen, das Ergebnis POSITIV !!!.
Doch wir trauten der Sache nicht und ich habe einen zweiten Test mitgebracht, Ines stellte den Urin kalt, das Ergebnis hier war dann negativ ?!?!
Nach Rücksprache dann mit Dr. Bourek sagte er, dass das sein kann, da der Urin ja schon fast drei Stunden kalt stand. Dr. Bourek hat Ines jetzt erst mal 1 - 2 Wochen Schonung verordnet. Sie soll jetzt weiterhin 3 x 2 Kapseln Utrogestan nehmen. Am Freitag haben wir dann einen Termin bei unserem Frauenarzt, da werden wir dann alles weitere besprechen.

Heute wissen wir überhaupt nicht mehr was los ist. Der SST gestern war positiv heute der Bluttest negativ, wie kann so was möglich sein? Ines muss die Utrogestan bis zum Freitag weiternehmen, dann machen wir nochmals einen SST, wenn der dann wieder negativ ausfällt, ist es für diesmal vorbei und wir müssen wieder ganz von vorne anfangen.

Aus und vorbei !!!

Ines hat heute Krämpfe bekommen und angefangen richtig zu bluten, der Zyklus ist damit vorbei. Wir müssen wieder von vorne anfangen, werden das aber garantiert wieder tun. Wir geben nicht auf!!!!!!!

Nochmals vielen Dank an Euch alle, die  Ihr die Daumen gedrückt habt und mitgehofft habt.

 

Es geht weiter (2. Zyklus)

Ines hat 2 Wochen lang Diane-35 genommen, dann musste sie mit Estraderm-Pflaster weitermachen. Am 7. Tag sind wir zu unserem Frauenarzt zum U-Schall. Die Schleimhaut war "4 mm", Ines war leicht irritiert, zumal sie ab und zu ein leichtes Schmierbluten bekam. Unser Frauenarzt machte noch eine Krebsvorsorge und teilte uns mit, dass alles in Ordnung sei. Auch Dr. Bourek, den wir sofort angerufen haben teilte uns mit, dass alles in Ordnung ist. Das Estraderm-Pflaster muss Ines jetzt weiternehmen. Heute (Montag) hat sie dann angefangen Utrogest einzunehmen (1-1-2). Ostern ist es dann soweit, da bekommen wir dann unsere "Oster-Eier" transferiert, diesmal als Blastozyten. 
Am Donnerstag waren wir zum 2. Ultraschall bei unserem Frauenarzt und wieder nur 4mm Schleimhaut. Unser Frauenarzt sagte uns, dass wir mit Brünn telefonieren sollten und ihm dann umgehend das Ergebnis mitteilen sollten, damit er die entsprechenden erforderlichen Schritte in die Wege leiten kann. Also haben wir sofort Dr. Bourek angerufen, dieser sagte, dass Ines Progynova nehmen sollte. Das haben wir unserem Frauenarzt mitgeteilt und dieser hat uns eine Packung Estrifam mitgegeben, der Wirkstoff ist genau der gleiche wie bei Progynova. Die Fahrt am nächsten Tag wurde zur Geduldsprobe mit Regen, Schnee und Stau. Als wir dann abends endlich in Brünn angekommen waren, haben wir gleich Dr. Bourek angerufen. Dieser hatte auch eine Stunde später schon Zeit für uns. Dann kam das total verblüffende. Als er die Schleimhaut gemessen hat, war sie 9mm. Das war absoluter Wahnsinn, wir waren total glücklich. Er hat das Ergebnis noch 3 - 4 mal kontrolliert um wirklich sicher zu gehen, aber immer wieder das gleiche Ergebnis. Er teilte uns mit, dass sich die 4 befruchtetet Eizellen bereits 4 mal geteilt hatten und am Sonntag oder Montag der Transfer stattfindet. Am Samstag abend haben wir ihn dann wieder angerufen, worauf er uns mitteilte, dass sich bereits zwei Eizellen hervorragend weiterentwickelt haben und wir am Sonntag abend transferieren könnten. Ostersonntag 20.00 Uhr kamen wir in die Klinik Laurea, Dr. Bourek empfing uns, dann haben wir zuerst die Formalitäten erledigt. Er sagte uns, dass er alle 4 Embryos transferiert, das Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft ist sehr gering. Zwei Blastozyten hatten sich schon gehatcht und die anderen waren auch fast so weit. Dr. Bourek sagte uns, dass er normalerweise nur max. 3 Embryos transferiert, da Ines aber schon etwas älter ist und wir schon einen erfolglosen Versuch hinter uns hatten, transferiert er ausnahmsweise alle 4 Embyros. Wir zogen uns um, dann zeigte er uns unsere "Ostereier", wie beim ersten Mal, war es ganz toll, sich die Eizellen anschauen zu können. Er machte dann die ganzen Vorbereitungen, als er Ines den Katheter mit den "Ostereiern" eingeführt hatte, fragte er mich, ob ich die Embryos "spritzen" wollte, natürlich habe ich sofort ja gesagt. Schließlich bekommt man ja nicht jeden Tag die Chance, so eine Befruchtung durchzuführen. Anschließend musste Ines wieder zwei Stunden auf dem Bauch liegen. Wir fragten Dr. Bourek noch, wie lange es dauert, bis sich die Embryos eingenistet haben. Er sagte, dass das sofort passieren kann, ihn spätestens 24 Std. hätte die Einnistung aber stattgefunden. Ines hatte in den 2 Stunden ein leichtes Ziehen, was wir positiv als Einnistung bewertet haben. Am Montag hat sich Ines dann noch mal richtig ausgeruht und heute sind wir dann nach Hause gefahren. Den Schwangerschaftstest sollen wir am 25. April machen, bis dahin sind wir noch stark am hoffen. Obwohl diesmal ja wirklich alles wunderbar funktioniert hat. Wir sind diesmal noch mehr als beim letzten Mal der Überzeugung, dass alles funktioniert hat. Mehr gibt´s dann also nach dem Schwangerschaftstest. Und wie Ihr ja alle wisst, war es diesmal auch wieder erfolglos, leider. 

 Es geht weiter ...

Wir hatten nochmals ein Gespräch mit Dr. Bourek, hierbei ging es um eine Medikamentenumstellung. Ines muss jetzt Dermestril-Pflaster sowie Estrifam, Utrogest und Dexamethason nehmen. Allerdings machen wir erst einen Probezyklus, um zu sehen, wie sie auf die Medikamente reagiert. Wenn alles richtig verläuft, dann können wir im September oder Oktober zum 3. Versuch nach Brünn fahren.
Zwischendurch haben wir noch unseren Hausarzt gewechselt, den wir jetzt haben, legt etwas mehr den Schwerpunkt auf natürliche Heilmittel. Er bietet auch Medikamentenentgiftungen an, was wir eigentlich vorher machen wollten, er war allerdings der Meinung, dass wir erst mal die Eizellspende durchführen sollten und nachher die Entgiftung machen. 
Ines nimmt im moment täglich die  Estrifam ein und alle 4 Tage zwei Pflaster Dermestril 50. Das Pflaster wird diesmal auf die Schultern geklebt, allerdings klebt es nicht so gut. Deshalb müssen wir das Pflaster mit Leukoplast nochmals festkleben. Sie sagt, dass Sie manchmal richtig spürt, wie das Medikament in Ihren Körper einzieht. Am 24. August müssen wir dann zum U-Schall und ab Sonntag drauf nimmt Ines dann täglich noch 3 x 2 Tabletten Utrogest ein. 
Der Ultraschall war erfolgreich, die Schleimhaut war zwischen 8 und 9 mm dick, es war eine sog. Three-Liner. Jetzt steh dem Transfer von unserer Seite aus nichts mehr entgegen. Wenn Dr. Bourek nächste Woche aus dem Urlaub kommt, werden wir sofort wieder Kontakt mit ihm aufnehmen.

Ines hat am 07. Oktober mit der Stimulation angefangen. Sie muss jeden 4. Tag ein Pflaster Dermestril 100 nehmen sowie jeden morgen eine Tabl. Ticlid (Ticlid ist ähnlich wie ASS ein Thrombozytenaggregationshemmer). Abends geht´s dann weiter mit Estrifam und Dexamethason. Obwohl Ines noch leicht blutet, soll sie die Medikamente einnehmen, das bluten wird dann aufhören, so, die Aussage von Dr. Bourek. Die Blutung wurde auch weniger aber ganz aufgehört hat sie trotzdem nicht, es war wie ein ganz leichtes nachbluten. Nach einer erneuten Rücksprache sollte Ines mit den Ticlid aufhören, die anderen Medikamente aber ganz normal weiternehmen. Gestern (17.10.2001) teilte Dr. Bourek uns mit, dass der Leitfollikel der Spenderin eine Größe von 10mm hat und dass die Punktion in 4 - 5 Tagen stattfindet. Der Transfer wird dann wohl Mitte oder Ende nächster Woche sein. Heute morgen waren wir bei unserem Frauenarzt zum Ultraschall. Die Gebärmutterschleimhaut war 8 mm (am 11. Tag nach Beginn der Stimulation).

Am 27.10.2001 ging es dann wieder los Richtung Brünn. Mittags hatten wir gleich einen Termin bei Dr. Bourek. Ines Schleimhaut war zwischen 7 und 8 mm. Er zeigte uns dabei auch den "Kanal", durch den er den Katheter einführt. Ausserdem teilte er uns mit, dass er 4 Eizellen für uns hat, die auch alle befruchtet waren, allerdings benötigten sie noch etwas Zeit, so dass der Transfer für Dienstag oder Mittwoch geplant sei. Ines bekam noch ein Pflaster Estraderm 50. Solange hatten wir also noch Zeit, um uns in Brünn zu vergnügen. Montag abend riefen wir Ihn an, er sagte uns, dass die Eizellen sich gut geteilt haben, er aber bis Mittwoch mit dem Transfer warten möchte, bis mind. eine Eizelle gehatcht ist. Wir verabredeten uns dann für Mittwoch abend zum Transfer. Am Mittwoch erzählte er uns, dass 2 Blastozyten fast komplett gehatcht sind, die 2 anderen waren noch nicht so weit. Wir durften uns die Blastozyten wieder unter dem Mikroskop anschauen. Der anschließende Transfer verlief komplett ohne Komplikationen. Ines musste anschließend noch ca. 1 Stunde liegen. Sie soll jetzt noch bis Montag täglich eine Tabl. Dexamethason nehmen und täglich 3 x 2 Tabl. Utrogest sowie eine halbe Tabl. Estrifam.
In 14 Tagen ist dann der SST, bis dahin warten wir dann ganz gespannt.

Heute, 18.11.01 haben wir den Schwangerschaftstest gemacht, das Ergebnis war leider wieder negativ. Wir sind jetzt schon ziemlich am Boden zerstört. Aber trotzdem machen wir weiter, wir werden erst dann aufhören, wenn wir unser Wunschkind haben.

EZ-Spende die 4.

Nachdem wir wieder mit Dr. Bourek telefoniert hatten, sagte er uns, dass wir doch erstmal etwas pausieren sollten, damit wir  abschalten können. Wir wollten jedoch schnellstens weitermachen. Also haben wir Dr. Valky aus der Klinik Iscare in Bratislava kontaktiert. Dort haben wir auch sehr schnell einen Termin für ein Informationsgespräch bekommen. Er teilte uns mit, dass wir ca. 2 - 3 Monate Wartezeit hätten, einem Transfer aber nichts im Wege steht. Wir bekamen einen Fragebogen mit, auf dem wir die Anforderungen an die Spenderin angeben konnten. Nach diesen Angaben wurde dann die Spenderin ausgesucht.

Ines hat Anfang März mit den Medikamenten angefangen. Dabei sollte sie die Estrifam-Dosis alle 5 Tage steigern. Erst einmal pro Tag eine Tablette und dann steigern bis auf 3 Tabletten pro Tag. Zufällig bekam Ines in der gleichen Zeit Akupunktur. Daher haben wir mit dem Arzt gesprochen und er hat Ines gleich noch für eine verbesserte Durchblutung der Gebärmutterschleimhaut akupunktiert. Das Ergebnis war für Ines sensationell. Sie hatte am 13. ZT eine Gebärmutterschleimhaut von 13 - 14 mm. Unser Frauenarzt sagte, dass jetzt nur die die Embryos "reinplumpsen" müssen. Dann war es wieder mal so weit, der Transfer stand an. Dr. Valky hatte für uns 3 Embryos einen (1 x 7-Zeller, 1 x 6-Zeller, 1 x 4-Zeller). Ines Schleimhaut wurde nochmals untersucht, keine Veränderung. Die einzige negative Mitteilung war, dass er ICSI machen musste, da mein Sperma scheinbar nicht so toll war. Ines wurde in ein anderes Zimmer geführt und auf den Transfer vorbereitet. Als ich dann dazu durfte war schon alles vorbereitet. Der Transfer wurde unter Ultraschall-Beobachtung durchgeführt. Auf dem U-Schall war ganz klar ersichtlich, wie die Embryos transferiert worden sind. War schon ein toller Augenblick, wie man sehen konnte, wie die Embryos transferiert worden sind. Danach musste ich wieder weg von Ines. Sie kam in ein anderes Zimmer, dort musste sie eine Stunde auf dem Rücken mit angehobenen Beinen liegen bleiben. Es ging Ihr nach dem Transfer viel besser als bei den anderen Transfers.

Jetzt mussten wir nur noch warten bis zum SST. Wie Ihr ja alle wisst, ist das eine ziemlich heftige Zeit. Man ist sehr positiv gestimmt, weiß eigentlich, dass es geklappt hat, hat aber trotzdem etwas Angst davor, dass es nicht funktioniert. So war es dieses mal leider auch wieder der SST war negativ. Wir lassen uns jedoch nicht entmutigen, es geht weiter.

Vorbereitung auf Nr. 5

Wir haben uns erstmal mit unserem Hausarzt kurz geschlossen, bezüglich der Akupunktur. Er hat uns die Akupunkturpunkte genau gezeigt und auch die Nadeln mit gegeben. So dass wir jetzt seit Anfang Mai zweimal die Woche eine Akupunktur für die Verbesserung der Durchblutung der Gebärmutterschleimhaut durchführen. Dann haben wir noch eine Studie gefunden, die an IVF-Patientinnen durchgeführt worden ist. Die Frauen bekommen direkt von und nach dem Transfer eine Akupunktur. Unser Hausarzt zeigt uns diese Punkte und ich kann Ines dann vor und nach dem Transfer akupunktieren. Wir haben darüber auch mit Dr. Valky gesprochen, der jedoch hält nichts von Akupunktur, aber er hat nichts dagegen, wenn wir es tun. Dr. Valky hat gerade eine Studie begonnen, bei der er den Patientinnen Wachstumshormone in der Stimulationsphase gibt, er hat damit schon gute Erfolge erzielt. Vielleicht können wir auch an der Studie teilnehmen, das einzige Problem ist der Preis des Medikaments, denn es liegt in der Region von Gonal F.

Der Transfer wird voraussichtlich Ende August Anfang September sein.

Ines begann 6 Tage nach Beginn Ihrer Blutung mit der Einnahme von Estrifam. Die Dosierung war wie beim 1. Mal in Bratislava. Die Akupunktur haben wir weiterhin gemacht, 2 mal pro Woche. Dr. Valky kam am 04. September wieder aus dem Urlaub. Wir haben ihn angerufen und gleich die Vorbereitungen zum Transfer aufgenommen, der eigentlich eine Woche später stattfinden sollte. Aber dam kam halt mal wieder alles anders, als es eigentlich kommen sollte. Am 04. August abends hat Ines dann angefangen zu bluten. Wir haben sofort wieder Dr. Valky angerufen, der sich die Blutung eigentlich nicht erklären kann. Wir sollten einen Tag mit den Estrifam aufhören und dann am Freitag wieder mit einer Estrifam ganz normal anfangen. Die Blutung sollte eigentlich aufhören. Allerdings hat es nicht ganz so funktioniert, die Blutung wurde immer stärker, so dass Ines Samstag abend ins Krankenhaus musste. Der Doc untersuchte Ines und gab ihr dann ein Medikament, welches die Gebärmutter zusammenziehen sollte. Wenn die Blutung nicht aufhört, muss am nächsten Tag eine Ausschabung gemacht werden. Die Blutung hörte aber zum Glück auf und Ines konnte wieder nach Hause gehen. Allerdings  war dieser Zyklus jetzt futsch. Jetzt müssen wir warten, bis die nächste Blutung eintritt, dann kann es wieder ganz normal weitergehen mit den Vorbereitungen auf den nächsten Transfer.

Nach einem Zyklus Wartezeit hat Ines nun erneut mit der Stimulation mit Estrifam begonnen. Beim U-Schall am 12. Tag war die Schleimhaut ca. 9 mm allerdings war etwas Flüssigkeit in der Gebärmutter. Unser Doc hat daraufhin mit Dr. Valky telefoniert. Falls die Flüssigkeit nicht weggeht, müssen wir den Zyklus wieder abbrechen. Beim nächsten U-Schall war die Flüssigkeit zum Glück weg und die Schleimhaut blieb bei 9mm. Also stand der erneuten Fahrt nach Bratislava nichts mehr im Wege. Wir sind dann Sonntags nach Brünn gefahren und am Montag morgen ging es weiter nach Bratislava. Dort musste Chris sein Sperma abgeben und die Eizellen wurden gleich daraufhin befruchtet. Nun war wieder warten bis Mittwoch zum Transfer angesagt. Am Dienstag haben wir uns dann mit einem Kamerateam in Brünn getroffen. Sie möchten einen Bericht über Eizellspende drehen. Wir haben einen unterhaltsamen und lustigen Abend verbracht. Mittwoch morgen ging dann die Fahrt nach Bratislava los, mit dem Kamerateam im Gepäck. Während der Fahrt wurden zum Teil die Aufnahmen gemacht. In der Klinik angekommen, wurden wir von Dr. Valky begrüßt. Ines wurde dann sofort auf den Transfer vorbereitet. Ines wurde dann von Chris akupunktiert um die Vorbereitung abzuschließen. Anschließend wurden Ines 2 Embryonen als
4-Zeller transferiert. Nach dem Transfer musste Ines 2 Stunden liegen bleiben, dann durften wir wieder die Rückfahrt antreten.

3 Wochen später machte Ines dann einen SST, der jedoch leider negativ war, allerdings haben wir eine Vergrößerung der Gebärmutter getastet. Wir haben dann mit Dr. Valky ausgemacht, dass Ines sich nochmal von unserem Doc untersuchen läßt um evtl. das negative Ergebnis zu bestätigen, oder aber um uns die freudige Kunde von einer Schwangerschaft zu überbringen. Tja, und bei dem negativen Ergebnis ist es dann leider geblieben. Aber wie ist es so üblich, wir blicken schon wieder nach vorne auf den nächsten Transfer.

Vorbereitung auf Transfer Nr. 6

Die diesmalige Vorbereitung war mit sehr vielen Hindernissen verbunden. Wir haben Kontakt mit der Cape Fertility Clinic in Kapstadt aufgenommen. Dr. Wiswedel meinte, dass es sehr untypisch sei, bei so vielen Versuche nicht einmal schwanger zu werden. Er wollte, dass Ines eine Reihe von Untersuchungen machen läßt. Es ging dabei um Biopsie, Hysteroskopie sowie diverse Blutuntersuchungen. Dafür haben wir diverse Uni-Kliniken angeschrieben und nachgefragt, ob sie diese Untersuchungen machen können. Zum Teil bekamen wir Antworten, waren auch in einer Klinik, diese wollte aber eine Kostenübernahme-Erklärung der Krankenkasse, diese gab es natürlich nicht. Ein paar Untersuchungen haben wir über unseren Hausarzt abrechnen können, einiges haben wir dann selbst gezahlt. Ines hat eine erhöhte Insulin-Produktion, welche im Moment medikamentös behandelt wird. Diese erhöhte Produktion kann ein Grund für die erfolglosen Transfers gewesen sein.
Wir haben uns dann entschlossen, dieses Mal nach Südafrika zu gehen. In Kürze fängt nun die Vorbereitung auf den nächsten Transfer an. Ines beginnt am 13. März mit Synarela-Nasenspray. Normalerweise müsste Sie dann am 20. März ihre Blutung bekommen. Am 31. März geht´s dann auf große Reise. Wir werden dann 14 Tage in Kapstadt bleiben. Lt. Aussage von Dr. Wiswedel sollten wir ca. 8 - 10 Tage in Kapstadt bleiben. Das verbinden wir gleich mit ein paar Tagen mehr und gönnen uns etwas Urlaub.

Leider hat sich alles etwas verschoben, da Ines Periode durch die Einnahme von Synarela etwas verschoben hat. Wir werden jetzt am 08.04.2003 fliegen und 3 Wochen später geht´s dann wieder Richtung Heimat. Nachdem wir in Kapstadt angekommen sind und gleich von Dr. Wiswedel begrüßt wurden, wurde es dann gleich ernst. Ines musste gleich Blut abgeben. Sie wurde auf natürliche Killerzellen untersucht. Das Ergebnis war positiv, so dass Ines vor dem Transfer Cortison einnehmen muss. Der Transfer wird am 14.04. sein. Am Tag des Transfer kam Dr. Wiswedel in das Behandlungszimmer und sagte, dass wir ein Problem haben. Wir schauten uns an und machten uns schon große Sorgen. Er sagte uns aber, dass sich von den 9 entnommenen Eizellen 5 Blastozysten entwickelt haben. Wir durften uns überlegen, wieviel wir einsetzen lassen wollten und entschieden uns für 3 Blastozysten, die restlichen beiden haben wir einfrieren lassen. Aufgrund der Untersuchungsergebnisse und Ines´ Blutwerte sowie der guten Blastozysten, gab uns Dr. Wiswedel eine reelle Chance schwanger zu werden. Ines musste nach dem Transfer noch 4 Stunden liegen, anschließend sollte sie sich noch 2 - 3 Tage schonen
Dann begann mal wieder die Wartezeit. In der Zwischenzeit versuchten wir uns etwas abzulenken. Wir unternahmen ein paar Touren in und um Kapstadt. Die Bilder dazu stellen wir in Kürze hier auf die Website.
Dann kam der große Tag. Morgens mussten wir Blut abnehmen lassen. In der Zeit bis zum Ergebnis waren wir etwas auf Shopping-Tour. Als wir dann in die Klinik kamen, hörten wir leider das niederschmetternde Ergebnis. Trotz aller guten Vorarbeit, wieder mal negativ. Wir waren am Boden zerstört. Dr. Wiswedel nahm sich gleich Zeit für uns, obwohl noch andere Patienten vor uns dran waren. Wir versuchten gemeinsam zu ergründen, was dieses Mal falsch gelaufen war, wo doch alles so positiv aussah.
Wir wussten nicht mehr, wie es weitergehen sollte, es sah doch alles so positiv aus. Zwei Tage später sollten wir nochmals einen Bluttest machen lassen um sicher zu gehen. Dieser war jedoch auch erwartungsgemäß negativ. Dr. Wiswedel wollte daraufhin eine Hysteroskopie machen, um Ines´ Gebärmutter genau zu untersuchen ob dort Vernarbungen oder Verwachsungen sind oder ob Sie überhaupt noch ein Kind bekommen kann. Leider konnte die Untersuchung nicht vor dem Transfer gemacht werden. Dazu musste Ines am nächsten Tag (Samstag) in die Klinik. Die Untersuchung wurde unter örtlicher Betäubung gemacht. Dabei stellte Dr. Wiswedel etliche Vernarbungen fest, die er jedoch beseitigen konnte. Durch diese Vernarbungen hätte normalerweise keine Schwangerschaft eintreten können. Vor dem nächsten Transfer müssen wir ein paar Tage vor Beginn der Blutung nach Kapstadt. Dr. Wiswedel untersucht dann nochmals Ines Gebärmutter um nachzuschauen, ob alle Vernarbungen weg sind, wenn nicht, werden diese entfernt und dann kann ganz normal der Transfer erfolgen.
Wir sehen jetzt dem nächsten Transfer wiederum sehr positiv entgegen, da jetzt eigentlich alle Widrigkeiten beseitigt sein müssten. Allerdings sind wir etwas gegenüber den behandelnden Ärzten von vorher verstimmt, sowohl im Ausland wie auch in Deutschland. Warum hatten uns diese Ärzte nicht schon auf die Untersuchungen aufmerksam gemacht, wussten sie nichts davon oder wollten sie uns nichts davon sagen. Gerade bei den deutschen Ärzten, die wir angeschrieben hatten, stießen wir auf taube Ohren, die Aussagen waren unisono, dass das alles unnötig und nicht sinnvoll ist.
Ist Deutschland wirklich noch ein Entwicklungsland im Bereich der Reproduktionsmedizin?

Transfer Nr. 7

Nun ging sie wieder los, die Vorbereitung auf den nächsten Transfer. Der Flug war gebucht, also ging es los Richtung Kapstadt. In Kapstadt angekommen, sind wir gleich zu Dr. Wiswedel gegangen um alles für den Transfer zu besprechen. Wir mussten nur noch auf Ines Blutung warten, die mal wie fast immer sehr pünktlich kam. Ab dem 2. Tag musste Ines Estrifam einnehmen und langsam steigern. Sie fing mit 2mg an, dann 4 mg und nun 8 mg. Die erste Ultraschalluntersuchung ergab eine Schleimhaut von 7,5 mm am 7. Tag, das war okay. Zwei Tage später war die Schleimhaut schon 8,5 mm. Ines wurde nochmals auf Ihren Hyperinsulinismus untersucht, das Ergebnis war immer noch zu hoch, so dass sie auch diese Medikamente erhöhen muss. Doc K. punktierte bei der Spenderin 14 Eizellen am Freitg, am Montag erfahren wir dann, wieviele sich weiter entwickelt haben. Am Montag wird dann auch nochmals Ines Progesteron-Spiegel gemessen, sie nimmt inzwischen 10 Tabl. Utrogestan. Wenn dieser Spiegel zu niedrig ist, wird sie auf Gestone-Spritzen umgestellt. Am Mittwoch wird dann Transfer sein.
Dr. Wiswedel kam Freitag abend vorbei und teilte uns mit, dass mein Sperma nicht toll war, es sich aber 9 Stück haben befruchten lassen. Am Montag wissen wir dann mehr

Ines wurde auf Gestone - Spritzen umgestellt. Sie bekommt jetzt täglich eine Spritze mit 100mg Progesteron. Die Reaktion auf die Spritze war toll, der Wert steigt stetig an.
Dienstag mussten wir in die Klinik zum Transfer, da sich die Eizellen so gut entwickelt haben, es wurden 5 Blastos transferiert. Damit beginnt mal wieder die Zeit des Wartens. Nach ein paar Tagen Ruhe ging dann nach 4 Wochen Kapstadt endlich wieder der Flieger Richtung Deutschland. Wir waren schon sehr froh, dass es wieder Richtung Heimat ging. Die Wartezeit bis zum Test dauerte noch ein paar Tage, man versucht irgendwelche Zeichen zu deuten, aber das bringt alles nix.
Der grosse Tag war da, Ines machte den Test, Ergebnis negativ. Auch der Bluttest brachte das negative Ergebnis. Lt. Dr. Wiswedel sollte Ines noch 2 Tage die Medikamente nehmen und dann noch einen Test machen. Das Ergebnis war das gleiche, leider.

Bevor wir Nr. 8 starten, lassen wir noch einige immunologische Untersuchungen machen, wir möchten noch mehr Störfaktoren versuchen auszuschliessen.

Vorbereitung auf Transfer Nr. 8

Nach dem der 7. Versuch ebenfalls fehlgeschlagen ist, wollte Ines noch einige immunologische Untersuchungen machen lassen. Dazu kontaktierten wir Fr. Dr. Reichel in Stuttgart. Der Termin war schnell gemacht. Ines wurde dabei sehr viel Blut abgenommen, auch ich musste etwas Blut lassen. 3 Wochen später kamen dann die Ergebnisse. Ines bekam 5 Seiten Blutwerte, die uns natürlich nichts gesagt haben. Wir hatten einen telefonischen Beratungstermin mit Fr. Dr. Reichel, bei dem Sie uns mitteilte, dass Ines vor dem Transfer Cortison (7,5 mg bis Beginn der Stimulation, 20 mg bis zum SST, anschliessend noch 5 mg) einnehmen muss. Ausserdem gibt es wieder die Clexane-Spritzen, sowie vor dem Transfer Octagam als Infusion. Die Medikamente sind ja alles kein Problem, bis auf das Octagam, welches hier ca. €900 pro Infusion kostet und das gleich zweimal. Wir haben uns daher nach anderen Möglichkeiten umgesehen und sind dann schliesslich in der Schweiz hängen geblieben, wo das Medikament etwas mehr als die Hälfte, wie hier in Deutschland, kostet.

Ines musste zur Downregulierung, Synarela nehmen. Nun wartet sie auf Ihre Tage, die schon längst überfällig sind. Daher haben wir Dr. Wiswedel angeschrieben. Er meinte, dass Ines das LH, Progesteron und E2 messen lassen soll. Gesagt, getan. Die Blutwerte haben wir dann an Dr. Wiswedel weitergegeben. Er schrieb, dass die Periode lt. den Blutwerten in 2 - 3 Tagen kommen müsste und was soll man dazu sagen, der Doc hatte Recht.

Nun sind es noch ca. 2 Wochen und wir liegen unter der Sonne Kapstadts.

Der Tag der Abreise ist nun da. In Frankfurt haben wir uns mit Anke und Frank getroffen. Wir verbrachten noch eine Weile zusammen, dann mussten wir uns Richtung Flieger auf den Weg machen. Dort angekommen, dauerte es noch etwas bis zum Boarding. Um kurz vor 22.00 Uhr teilte man uns dann mit, dass es Probleme mit dem Radar gibt und sich der Flug um ca. 2 Std. verzögert. Alles kein Problem. Gegen 24.00 Uhr durften wir dann an Board. Alles war soweit klar. Der Flieger rollte in Richtung Startbahn, aber nur in Richtung. Dann stand er, es kamen jede Menge Monteure. Eine Weile später rollte der Flieger wieder zum Gate. Dort verbrachten wir noch eine Weile, bis man uns mitteilte, dass ein Haupttriebwerk nicht anspringt und man sagt uns demnächst mehr. Gegen 03.00Uhr musten wir dann den Flieger verlassen, da das heute nichts mehr gibt. Also raus aus dem Flieger und rein ins Sheraton. Dort wurden wir dann am nächsten Morgen geweckt, mit dem Hinweis, dass der Flieger in 1 Std. startet, wir in einer halben Stunde am Gate sein müssten. Also nichts wie hin. Auf unsere Frage, ob wir denn den Anschlussflug dann von Windhoek nach Kapstadt bekommen, sagte man uns, dass man das nicht weiss, wir es aber noch mitgeteilt bekommen. Abends gegen 22.00 Uhr waren wir dann endlich in Windhoek. Der Flieger wartete schon auf uns, also ging es gleich weiter nach Kapstadt. Dort angekommen, gegen 00.30 Uhr wartetet Dr. Wiswedel am Flughafen auf uns.

Am nächsten Morgen sind wir dann gleich zu ihm, um alles zu checken. Ines musste nochmals Blut lassen, die GMS war bei ca. 13 mm, also alles im grünen Bereich. Dann hatten wir erstmal ein paar Tage Zeit, um etwas Urlaub zu machen. In dieser Zeit, haben wir uns viel ansehen können. Die Bilder davon findet Ihr unter folgendem Link "Bilder von Kapstadt und Umgebung".

Ein paar Tage später musste Ines nochmals zu Dr. Wiswedel. Wieder war alles okay. Er teilte uns mit, dass am Mittwoch die Spenderin punktiert wird. Mittwoch abend erhielten wir den Anruf, dass die Spenderin 15 Eizellen für uns hat, das Labor rief uns am nächsten Tag an und sagte, dass sich 13 Eizellen per ICSI haben befruchten lassen. ICSI deshalb, da das Sperma beim letzten Mal schlecht war und Dr. Wiswedel kein Risiko eingehen wollte. Am Samstag war dann der große Transfer-Tag.

Wir sind morgens in die Klinik. Dort trafen wir Dr. Wiswedel und seinen neuen Arzt Dr. LaRoux zum Transfer. Dr. LaRoux assistierte Dr. Wiswedel mit dem Ultraschall. Dr. Wiswedel teilte uns mit, dass wir 6 sehr schöne Embyronen haben, 5 würden noch beobachtet, da sie etwas langsamer sind. Ines bekam 3 Embryonen (8-Zeller) übertragen. Die anderen 3 wurden sofort eingefroren.

Als wir dann Dr. Wiswedel am Montag trafen, sagte er uns, dass auch die anderen 5 Embryonen eingefroren wurden. Also haben wir noch insgesamt 10 Embryonen auf Eis in Kapstadt, das sollte uns eigentlich eine Weile reichen.

Nun heißt es mal wieder warten auf den SST.

Das Ergebnis des SST traf uns wie ein Schlag, er war mal wieder negativ. Wieso nur, alles war optimal, alle Blutwerte haben gestimmt. Wir haben dann sofort Dr. Wiswedel angerufen, er ist aus allen Wolken gefallen. Auch er war diesmal völlig ratlos warum es nicht geklappt hat.

Ines wollte nun mal die Schulmedizin in der Vorbereitung total außer Acht lassen. Deshalb haben wir uns an eine Homöopathin gewandt, diese meinte, dass Ines´ erstmal entgiftet werden muss. Das haben wir dann auch begonnen, allerdings musste Ines die Entgiftung abbrechen, da die Nebenwirkungen zu stark waren. Ines hat dann Kontakt zu einer Heilpraktikerin aufgenommen, die "Traditionelle Chinesische Medizin" macht. Sie will Ines´ Zyklus erstmal in vernünftige Bahnen lenken und dann die Energie wieder aufbauen. Das war auch dass, was uns eine Medizinerin aus den USA mitgeteilt hat, die Kinderwunsch mit der Chinesischen Medizin therapiert.

Wenn all diese Vorbereitungen abgeschlossen sind, dann geht es wieder Richtung Kapstadt, die eingefrorenen Embryos abzuholen.

 

Stand: 20.02.2004

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Ines & Christoph Schmid
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Deutschland

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